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Die Stiftung trauert um ihren früheren langjährigen Schatzmeister und Stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands Klaus D. Schickhaus

Unerwartet für uns alle ist unser langjähriges Vorstandsmitglied Herr Schickhaus am 18. November 2020 nach schwerer Krankheit im Alter von 80 Jahren verstorben.

Foto: H.Hübner

Ehrung der in der Schlacht um Stalingrad Gefallenen in Wolgograd.

Verabschiedung von Herrn Schickhaus aus der aktiven Stiftungsarbeit 2016

Herr Schickhaus hatte als Vertreter der Wirtschaft im Vorstand der Stiftung im Jahr 2002 von Herrn Konsul Merck die Leitung des Finanzausschusses der Stiftung übernommen. 2005 wurde er zum Stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands gewählt. Vor dem Hintergrund seines beruflich in Asien, Nordafrika und in den USA gewonnenen interkulturellen Erfahrungsschatzes engagierte er sich nun ehrenamtlich für eine Stiftung, über die Russland und andere Partnerländer der Stiftung für ihn ein Thema wurden. Der Perspektivwechsel als Brücke zwischen West und Ost war ihm wichtig.

Fast eineinhalb Jahrzehnte lang hat er als Schatzmeister und Vorstandsmitglied mit hoher Kompetenz in Finanzfragen und großem Verständnis unsere Stiftung mit sicherer Hand durch die Untiefen der Finanzmärkte und ihre zunehmend schwieriger gewordenen Rahmenbedingungen geführt. Er hat neue Strukturen für die Finanzanlagen der Stiftung mit Weitsicht nach vorn aufgebaut. Diese haben zu einer stabilen Einnahmengrundlage geführt, aus der die Stiftung bis heute ihre Mittel erwirtschaftet und auf der sie bis jetzt auch relativ gut durch die Niedrigzinszeit und die Corona-Krise gekommen ist.

Ob in München oder Berlin – der Finanzausschuss traf sich, verhandelte mit den Banken und erwirkte dabei auch die einen oder anderen Sonderkonditionen und Kostennachlässe. Für die Finanzen der Stiftung war Herr Schickhaus immer telefonisch erreichbar - egal, in welchem Teil der Welt er gerade war. Es war nicht selten, dass wir mit unserem Kurzanruf schon mal in Schanghai oder Honkong landeten, wohin er dienstlich als Vollblutunternehmer öfter reiste, oder privat in Italien oder am Starnberger See.

An fast allen Sitzungen von Vorstand und Kuratorium nahm er teil. Er verstand es, gemeinsam mit anderen Mitgliedern des Finanzausschusses neue Ideen und Vorschläge im Finanzbereich überzeugend einzubringen und Rede und Antwort zu stehen. Auch mit seiner humorvollen Art belebte er die Sitzungen und trug zu deren Erfolg bei.

Wir werden Herrn Schickhaus dankbar in Erinnerung behalten so, wie wir ihn über die langen Jahre und zum letzten Mal zur Verabschiedung im Dezember 2016 im Haus Deutscher Stiftungen erlebt haben: kompetent, charmant und weltoffen, immer mit einer Prise Humor, der das gemeinsame Arbeiten nicht nur vorangebracht, sondern auch sehr angenehm gemacht hat.

Berlin, im November 2020

Monika Tharann, Dr. Helmut Domke, Prof. Hans-Peter Füssel