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Leitbild der Stiftung

"Wir lernen die Menschen nicht kennen, wenn
sie zu uns kommen, wir müssen zu ihnen
gehen, um zu erfahren, wie es mit ihnen steht."
Johann Wolfgang von Goethe


Begegnen und Verstehen : Austausch erwünscht!

 

Die Stiftung West-Östliche Begegnungen fördert persönliche Begegnungen von Menschen aus Deutschland und Ländern Osteuropas, des Baltikums und Mittelasiens. Sie will interkulturelles Lernen unterstützen, Ost-West-Kommunikation und -kompetenz vertiefen und zivilgesellschaftliches Engagement stärken.

Gegenseitiges Kennen- und Verstehenlernen sowie gemeinsames Handeln können gesellschaftliche Prozesse beeinflussen und zur dauerhaften Verständigung zwischen den Völkern beitragen. Wir verstehen deshalb Austauschprojekte als eine nachhaltige Investition in die Zukunft. Besonders junge Menschen können damit Qualifikationen erlangen, die sie als Vertreter der kommenden Generation auf die Aufgabe der Verständigung und Kooperation mit den Nachbar- und Partnerstaaten vorbereiten.


Wozu uns Begegnung mit Geschichte verpflichtet

Die Stiftung West-Östliche Begegnungen entstand im Ergebnis des gesellschaftlichen Wandels in Europa, der von selbstbewussten Bürgerinnen und Bürgern zum Ende des 20. Jahrhunderts mit friedlichen Mitteln herbeigeführt wurde. Engagierte Menschen aus den neuen deutschen Bundesländern, denen Verständigung und Freundschaft mit den Völkern der damaligen Sowjetunion gerade unter den neuen gesellschaftlichen Bedingungen ein wichtiges Anliegen war, errichteten im Jahre 1994 die Stiftung West-Östliche Begegnungen. Sie verfügt über das Kapital, das nach der Auflösung der Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft 1989 verblieben war und zu dem seinerzeit Millionen Bürgerinnen und Bürger der DDR durch ihre Mitgliedsbeiträge beigetragen hatten.

Die neu gegründete Stiftung nahm den Auftrag der Geschichte an, insbesondere aus der verheerenden Katastrophe des Zweiten Weltkriegs zu lernen und zu Versöhnung und Frieden beizutragen. Von Anfang an ermöglichte sie interessierten Menschen aus ganz Deutschland, vielfältige Begegnungsprojekte mit den neuen unabhängigen Staaten auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion durchzuführen und brachte die über Jahrzehnte in Ostdeutschland gewachsene Kompetenz und das vorhandene Wissen über das Leben in den Partnerländern in die Austauschprogramme ein. Gerade auch durch die Vielzahl an kleineren Projekten, die die Stiftung fördert, wird sie ihrer bürgernahen Intention gerecht.


Wie wir unseren Stiftungszweck verstehen und gestalten

Die Stiftung West-Östliche Begegnungen verwirklicht ihren Zweck aktiv: sie entwickelt Förderprogramme und schreibt sie öffentlich aus, und sie führt eigene Projekte durch. Damit ist sie Förderin und Ansprechpartnerin zugleich für Austauschmaßnahmen mit den Staaten Armenien, Aserbaidschan, Belarus, Estland, Georgien, Kasachstan, Kirgisistan, Lettland, Litauen, Republik Moldau, Russische Föderation, Tadschikistan, Turkmenistan, Ukraine und Usbekistan.

Die Stiftung versteht sich als unabhängige zivilgesellschaftliche Akteurin und Kompetenzpartnerin. Sie kooperiert mit Partnern aus Politik und Wirtschaft, mit öffentlichen und privaten Förderinstitutionen, mit Nichtregierungsorganisationen und ihren Netzwerken im In- und Ausland.

Transparenz ihrer Tätigkeit ist für die Stiftung Ausdruck der Verantwortung gegenüber der Gesellschaft, Öffentlichkeitsarbeit das Medium für die Vermittlung von wesentlichen Informationen und Anliegen der Stiftung nach außen und nach innen.


Was, wen und wie wir fördern

Die Stiftung West-Östliche Begegnungen unterstützt bilaterale Begegnungen und Zusammenarbeit von deutschen Schulen, Jugendgruppen, Bürgervereinen und anderen gemeinnützigen privaten und öffentlichen Trägern vorzugsweise über konkrete Projekte, die gemeinsam mit Partnern aus den oben genannten Ländern im In- oder Ausland durchgeführt werden. Dabei sollen Gegenseitigkeit der Programme sowie Pluralität und Gleichrangigkeit in der Trägerschaft als leitende Prinzipien zum Tragen kommen. Auch trilaterale Begegnungen können gefördert werden.

Die Stiftung sieht in den Fördersuchenden und Bewilligungsempfängern wichtige Partner für die Erfüllung des Stiftungszwecks. Sie berät sie bei der Planung und Finanzierung von Begegnungsmaßnahmen, bei der Beantragung, Verwendung und Abrechnung von Stiftungsmitteln sowie zu den Anforderungen an die Qualität der Projekte. Sie vermittelt Kontakte und Austausch zwischen in ähnlicher Richtung engagierten Initiativen und Gruppen und unterstützt die Entwicklung innovativer Ideen und kreativer Vorhaben.

Das Förderprofil der Stiftung zielt auf einen hohen Wiedererkennungswert. Durch eine flexible Ausschreibungs- und Auswahlpraxis gestaltet die Stiftung ihre Arbeit lebendig und attraktiv und erreicht neue Träger für Begegnung und Austausch.

Die zuständigen Gremien der Stiftung entscheiden unbefangen und unparteiisch über die Vergabe der Fördermittel. Die Entscheidungen sind im Rahmen der Vorgaben nachvollziehbar und werden zeitnah bekannt gegeben.


Mit Dynamik Zukunft gestalten - Einladung zur Zusammenarbeit

Der Freundeskreis der Stiftung West-Östliche Begegnungen und ein Netzwerk von ehemals Geförderten und Stipendiaten unterstützen die Stiftung bei ihrer Öffentlichkeitsarbeit, gewinnen neue Freunde und Partner und werben gemeinsam um Mitarbeit und Zustiftungen.

Zur Erhöhung der Wirksamkeit ihrer Tätigkeit sucht die Stiftung den Erfahrungsaustausch und lädt andere Stiftungen und Institutionen zur Zusammenarbeit ein. Die Stiftung ist bereit, Vereinbarungen über gemeinsame Förderprogramme oder über die Beteiligung an gemeinsamen Vorhaben abzuschließen und diese Zusammenarbeit aktiv zu gestalten.

Mit der Dynamik in den osteuropäischen Regionen, der Erweiterung der Europäischen Union und den sich weiter entwickelnden internationalen Beziehungen hält die Stiftung Schritt und trägt dieser Dynamik in ihrer Arbeit Rechnung. Durch eine kontinuierliche Überprüfung und Aktualisierung ihrer Ziele und Programme nimmt die Stiftung West-Östliche Begegnungen neue Entwicklungen auf und gestaltet Zukunft mit.